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Zahlen und Fakten

Zahlen und Fakten

 

Raucher sind für Unternehmen ein teures Vergnügen. Jeder Raucher kostet sein Unternehmen jährlich etwa 1.500 Euro mehr, als ein Nichtraucher (laut Nichtraucher-Initiative Deutschland). Denn allein nur der Zigarettenkonsum ist eine zeitraubende Beschäftigung. Ein deutlicher Produktivitätsverlust entsteht durch die Raucherpausen: Ein rauchender Arbeitnehmer, der am Arbeitsplatz täglich 20 Zigaretten raucht, verbringt mindestens 20 Minuten mit der Handhabung der Zigarette. Hochgerechnet auf ein Jahr entsteht ein Arbeitsausfall von mindestens zehn Tagen allein durch das Hantieren mit der Zigarette. Bei Beschäftigten, die während des Rauchens überhaupt nicht arbeiten, liegen die Arbeitsausfallzeiten bei über einer Stunde pro Tag.

 

Vor allem aber sind Raucher öfter krank.
Dies bedeutet durchschnittlich 2,5 Tage mehr Arbeitsausfall pro Jahr. So entstehen höhere Personalkosten. Nicht zu vergessen: Rauchende Kollegen mindern das Leistungspotenzial ihrer passiv rauchenden Kollegen. Oft leidet auch das Betriebsklima unter dem Zwist zwischen Rauchern und Nichtrauchern. Dies zieht auf beiden Seiten Motivation und Produktivität in Mitleidenschaft.

 

In medizinisch-wissenschaftlichen Fachgremien herrscht weltweit Übereinstimmung darüber, dass zum Beispiel Passivrauchen akute und chronische Gesundheitsschäden, einschliesslich Herzinfarkt und Lungenkrebs, verursacht. Gemäss der Einstufung der Senatskommision zur Prüfung gesundheitlicher Arbeitsstoffe, der MAK-Kommission, gehört der Tabakrauch am Arbeitsplatz zur Kategorie krebserzeugender Arbeitsstoffe mit der höchsten Gefahrenstufe.

 

Als passivbelastet wird nur gewertet, wer selbst nicht raucht, d.h. Passivraucher beziehen sich immer auf alle Nichtraucher.

 

Laut einer Umfrage in mehr als 250 Betrieben ist das Thema “Rauchen am Arbeitsplatz” in mindestens jedem dritten Betrieb Diskussionsgegenstand von Betriebs- und Personalversammlungen, in Betrieben mit mehr als 500 Beschäftigten sogar in der Hälfte der befragten Betriebe. Je mehr Arbeitnehmer in einem Betrieb beschäftigt sind, umso grösser ist die Wahrscheinlichkeit, dass Raucher und Nichtraucher am Arbeitsplatz aneinander geraten.

 

Dennoch haben über 80% der Betriebe keine Regelung zum Nichtraucherschutz getroffen.

 

Das fundamentale Recht auf gesundheitlich zuträgliche, d.h. tabakfreie Luft am Arbeitsplatz ist gegenwärtig nicht gesichert.

 

Zu den akuten Folgen des Passivrauchens zählen Augenbrennen und -tränen, Schwellungen und Rötungen der Schleimhäute und vermehrte Infektanfälligkeit. Kopfschmerzen, Schwindelanfälle, Atemlosigkeit und Müdigkeit können auftreten.
Die Schadstoffbeladenen Partikel des Tabakrauches lagern sich an den Wänden, auf dem Boden, an den Teppichen und Polstermöbeln ab. Innenräume, in denen geraucht wird, sind somit eine dauernde Expositionsquelle für die im Tabakrauch enthaltenen Schadstoffe, selbst wenn dort aktuell nicht geraucht wird.

 

Nachteile des Rauchen am Arbeitsplatz

 

Für die Mitarbeiter.

- schlechtes Klima “Dicke Luft” zwischen Rauchern und Nichtrauchern
- Sinkende Arbeitsmotivation
- Gesundheitsschäden durch langjährige Exposition
- Arbeitsplatzgefährdung bei häufiger Erkrankung
- Vorzeitiges Ausscheiden aus dem Arbeitsleben durch Krankheit
- (…)

 

Schon ein zweistündiger Aufenthalt in einem verrauchten Büro belastet Nichtraucher mit ähnlich vielen Schadstoffen, als hätten sie selbst eine Zigarette geraucht. Die Deutsche Herzstiftung geht sogar davon aus, dass Passivraucher ein bis zu 90 Prozent erhöhtes Krebsrisiko haben.

 

Die Lüftung von Innenräumen bringt nur dann eine messbare Verbesserung, wenn sie nach jeder Zigarette mindestens 15 Minuten lang erfolgt. Kein erschwingliches Belüftungssystem kann den Tabakrauch in Räumen mit Raucherlaubnis wirksam und auf Dauer fernhalten.

 

Für das Unternehmen

- Sinkende Produktivität (Zeitverluste, Motivationsmangel, etc.)
- Höhere Personalkosten (mehr Fehltage, höhere Fluktuation, etc.)
- Höherer Krankenstand
- Geringere Motivation durch gestörten “Betriebsfrieden”
- Erhöhte Reinigungskosten
- Erhöhte Gefahr von Brandschäden
- (…)

 

Die finanzielle Folgen des Rauchens für Unternehmen
Raucher sind häufiger krank als Nichtraucher. Sie kosten den Arbeitgeber durch den Arbeitsausfall also mehr. 25%-35% aller Krankheitstage gehen auf die Kosten des Rauchens. Auch Nichtraucher, die passiv mitrauchen müssen, erkranken öfter als normal. Rauchfreie Arbeitsplätze können also die Ausfallzeiten aller Mitarbeiter erheblich senken. Hinzu kommen deutliche Einsparungen in den Bereichen Reinigung, Belüftung und Instandhaltung sowie die Vermeidung einer nicht unbeträchtlichen Zahl von Bränden, die durch glimmende Zigaretten verursacht werden. Im Übrigen ist damit zu rechnen, dass Passivraucher ihre Arbeitgeber zunehmend für gesundheitliche Schäden haftbar machen. Arbeitgeber, die rechtzeitig rauchfreie Arbeitplätze zur Verfügung stellen, gehen möglichen Schadenersatzklagen aus dem Weg.
Schon daher sollte es Arbeitgebern ein Anliegen sein, ihre Mitarbeiter darin zu unterstützen, das Rauchen langfristig aufzugeben.

 

Wer raucht wie viel?

 

In Deutschland rauchen 25 Prozent aller Erwachsenen, 35 Prozent der Männer, 22 Prozent der Frauen. Unter Ärzten, Apothekern und Lehrern rauchen über 18 Prozent.

 

Von allen Nichtrauchern zwischen 18 und 79 Jahren sind nach eigener Auskunft 55 Prozent häufig Tabakrauch ausgesetzt. Bei den 18- bis 19-jährigen nichtrauchenden Männern sind die Belastungen am höchsten.

 

Arbeiter mit 57 Prozent gefolgt von Angestellten mit 54 Prozent, Selbständige mit 51 Prozent und Beamten mit 47 Prozent sind am stärksten am Arbeitsplatz belastet.

 

Von den Befragten schätzen 49,3%, dass der Nichtraucherschutz sehr intensiv oder intensiv im beruflichen Umfeld diskutiert wird, also ein hochaktuelles Thema ist. Die Befragten meinen, eine Intensitätszunahme des Themas Nichtraucherschutz am Arbeitsplatz beobachten zu können.

 

Hilfen bei der Massnahmenplanung zum betrieblichen Nichtraucherschutz: 49% der Befragten halten diese externe Unterstützung für dringlich; überdurchschnittlich vertreten mit 59% sind auch hier die gewinnorientierten Unternehmen sowie mit 55% die Krankenhäuser.

 

Hilfen zur Durchführung von betrieblichen Aktionen, wie etwa Entwöhnungsseminar: Diesen Wunsch haben 56% der Befragten, überwiegend die gewinnorientierten Unternehmen.

 

Die Mehrheit der Bevölkerung befürwortet saubere Innenraumluft. Acht von zehn Nichtrauchern und Ex-Rauchern wünschen sich ohnehin rauchfreie Arbeitsplätze. Betriebe, die ihren Nichtraucher-Anteil erhöhen, das Betriebsklima verbessern und vor allem Kosten sparen wollen, sollten daher unterstützende Massnahmen zur Rauchentwöhnung anbieten.

 

Wir unterstützen Sie dabei aktiv. Sie finden bei uns die richtige Unterstützung.

 

Volkswirtschaftliche Aspekte

 

Das Rauchen kommt die deutsche Volkswirtschaft teuer zu stehen. Der Ausfall an Arbeitskraft durch den vorzeitigen Tod der Raucher summiert sich auf vier Milliarden Euro. Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit tragen weitere acht Milliarden Euro zu den Verlusten bei.

 

Rauchentwöhnungen zahlen sich in mehrerer Hinsicht aus. Sie führen zu sinkenden Lohnnebenkosten durch geringere Lohnfortzahlungen im Krankheitsfall für die ehemals passivrauchenden Arbeitnehmer und steigern deren Arbeitsproduktivität in Milliardenhöhe. Weiterhin hilft die Verbannung des Tabakrauchs aus den Betrieben, Milliardensummen für Reinigung, Instandhaltung und Belüftung einzusparen. Vermieden würde auch die nicht unbeträchtliche Zahl von Bränden, die durch glimmende Zigaretten verursacht werden.

 

Schliesslich würden rechtzeitige Massnahmen zum Schutz der Nichtraucher am Arbeitsplatz die sich abzeichnende Gefahr konfliktreicher Haftungsklagen bannen.

 

Quellen:
- Infratest-Umfrage im Auftrag der Tabak-Info-Verlagsgesellschaft: Infratest-Wirschaftsforschung (1993)
- FORSA-Umfrage, Bericht der Süddeutschen Zeitung, 03.06.1996
- IFAK-Umfrage, IFAK-Institut, Markt- und Sozialforschung, Bericht im Focus Nr. 25, 16.06.1997
- Steven Barret, MD.: The Smoke-Free Workplace. William L. Weis, Bruce W. Miller, Eds. Prometheus Books
- Institut GFMA-Getas Umfrage in Auftrag der Deutschen Angestellten Gewerkschaft, Münchener Merkus
- Koalition gegen das Rauchen: Nichtraucherschutz am Arbeitsplatz, Netzwerk Nichtrauchen: Dokumente ab 2001
- Doll, R.; Peto, R. : Mortality in relation to smoking: 20 years observations on male British doctors. BMJ.